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Wearables: Hybride Smartwatches boomen

16. April 2018

Wearables: Hybride Smartwatches boomen

Vor rund 100 Jahren begann der Siegeszug der Armbanduhr. Heute hat die klassische Uhr zunehmend Konkurrenz durch Hightech fürs Handgelenk. Und der Markt für intelligente Uhren boomt: Allein im deutschen Uhrenmarkt sorgen Smartwatches derzeit für Wachstum und tragen gemäß Zahlen der GfK bereits rund 13 Prozent des Absatzes bei.

 

Auch weltweit floriert die Branche. Marktforscher prognostizieren derzeit insbesondere einen Boom für analoge Uhren mit Smartwatch-Funktionen, sogenannte hybride Smartwatches. Studien zu den globalen Verkäufen zufolge sollen smarte Hybrid-Uhren bis zum Jahr 2022 mehr als die Hälfte des gesamten Smartwatch-Marktes ausmachen. Das Marktvolumen der 2-in-1-Smartwatches wird laut Juniper Research auf rund 80 Millionen Einheiten hochschnellen.

Das entspricht einer Zunahme von 460 Prozent gegenüber 2017 – der weltweite Absatz für das vergangene Jahr wird auf 14 Millionen Einheiten geschätzt. Smartwatches werden den Prognosen zufolge bis 2022 um 160 Prozent zulegen.

Smartwatches gehören wie Health- und Fitnesstracker, Smart Glasses oder Earables zur Geräteklasse der „Wearables“, die hierzulande im letzten Jahr mit einem deutlichen Zuwachs für ein Umsatzplus bei den Produkten der privat genutzten Telekommunikation sorgten: Laut Zahlen der gfu erhöhte sich bereits in den ersten drei Quartalen 2017 der Umsatz mit Wearables im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34,5 Prozent Umsatz.

Uhren mit GPS, Puls-Messer und Apps

Eine Smartwatch kann das Display am Handgelenk zum verlängerten Arm des Smartphones machen. Sie kommuniziert dabei via Bluetooth mit Android- oder Apple-Geräten. So lassen sich Gespräche annehmen, Social-Media-Einträge lesen, Nachrichten verschicken und Musiktitel starten oder pausieren – ohne das Smartphone dafür aus der Tasche nehmen zu müssen.

Manche Uhrenmodelle kommen mit eigenen Apps, die den Funktionsumfang erweitern. So können beispielsweise auch Fotos vom Handgelenk geschossen oder der heimische Fernseher bedient werden. Ist ein optischer Puls-Sensor integriert, wird zudem der Herzschlag gemessen.

Viele Sportuhren sind als Smartwatch konzipiert und liefern ohne Verbindung zum Telefon verschiedene Funktionen für den Outdoor-Einsatz. Mit GPS-Navigation, Höhenmesser und Kompass helfen sie etwa Bergsteigern bei der Orientierung.

Hybride Smartwatches zeichnen sich durch die Kombination von digitalen und analogen Komponenten aus. Sie unterscheiden sich optisch nicht stark von einer klassischen Armbanduhr mit analogem Ziffernblatt, im Gehäuse aber steckt einiges an Elektronik. Die Verbindung und Datenübertragung zwischen Uhr und Smartphone erfolgt wie bei anderen Smartwatches in der Regel via Bluetooth


Mehr zum Thema findet sich auch im gfu Pocket-Guide „Wearables“.

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