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Das hochauflösende Antennenfernsehen kommt in weitere Regionen

5. April 2018

Das hochauflösende Antennenfernsehen kommt in weitere Regionen

Nächste Umschaltung auf DVB-T2 HD erfolgt am 25. April 2018 – Bis zu 40 Programme in HDTV-Qualität über Antenne – Vielfältiges Empfänger-Angebot für den DVB-T2 HD

Grünes Logo gibt Orientierung beim Gerätekauf

 

Am 25. April 2018 wird in Deutschland die nächste Stufe des Generationswechsels beim Antennenfernsehen in weiteren Regionen umgesetzt: ARD und ZDF starten in der Nacht vom 24. zum 25. April das neue terrestrische Antennenfernsehen an folgenden Standorten: in Bayern Augsburg (Schwaben) sowie Gelbelsee, Pfaffenhofen, Hochberg und Untersberg (Oberbayern); in Niedersachsen Lingen, Lüneburg und Osnabrück; in Nordrhein-Westfalen Bielefeld, Minden, Teutoburger Wald (Ostwestfalen) und Münster (Münsterland) sowie in Thüringen Erfurt und Weimar. Der bisherige Standard DVB-T wird abgeschaltet und der neue Standard DVB-T2 HD übernimmt nahtlos.

Dabei ist die neue Technik dem bisherigen Übertragungsverfahren deutlich überlegen. Sie erlaubt Ausstrahlungen in HD-Qualität (Full HD, 1080p50) und mehr Programme. So bringt das neue terrestrische HDTV bis zu 40 Programme in die Haushalte.

Nach der Umstellung am 25. April 2018 können 88 Prozent der deutschen Bevölkerung die Programme von ARD und ZDF mit einer Dachantenne nutzen. Weitere Gebiete folgen und bis zum Sommer 2019 schließen die öffentlich-rechtlichen Programme den Umstieg in der Fläche ab. Wo und wann das neue Angebot zu empfangen ist, zeigt ein Empfangscheck nach Eingabe der Postleitzahl in einer detaillierten Karte auf dem offiziellen Informationsportal der Initiative DVB-T2 HD unter http://www.dvb-t2hd.de.

Die HD-Programme der Senderfamilien um ProSieben, Sat.1, RTL und andere werden, wie beispielsweise auch über Satellit, mit DVB-T2 HD verschlüsselt ausgestrahlt und unter der Marke freenetTV vermarktet. Zur Umstellung am 25. April kommen zum freenetTV-Empfangsgebiet die Regionen Augsburg, Bielefeld, Erfurt, Münster, Osnabrück und Weimar dazu. Die Privatsender von freenetTV waren bislang in den neuen Versorgungsgebieten nicht über DVB-T empfangbar. Wer sie empfangen möchte, braucht dazu ein Gerät, das die Sendungen entweder mit seiner eingebauten Elektronik entschlüsseln kann, oder über einen speziellen Steckplatz nach dem Standard CI Plus verfügt. Hier lässt sich dann ein im Handel erhältliches Modul einstecken, das für freenetTV geeignet ist. freenetTV erhebt eine jährliche Service-Pauschale von 69,- Euro.

„Mit DVB-T2 HD kann der Zuschauer nun auch das terrestrische Fernsehen in HD-Qualität und mit größerer Programmvielfalt genießen. Handel und Industrie bieten eine große Produktvielfalt für DVB-T2 HD, so dass jeder Konsument problemlos das für ihn passende Gerät finden kann“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

Für Orientierung beim Gerätekauf sorgt das grüne Logo, das einen stilisierten Bildschirm und den Schriftzug „DVB-T2 HD“ zeigt. Ältere TV-Geräte können mit einer für DVB-T2 HD geeigneten Set-Top-Box weiter genutzt werden. Auch die Boxen sind an dem grünen Logo zu erkennen. Alle großen Marken und Hersteller haben entsprechende Geräte im Produktprogramm. Beim Kauf eines DVB-T2 HD-Receivers sollte zudem auf die HbbTV-Funktionalität geachtet werden, da mit HbbTV neben programm-begleitenden Diensten (z.B. Mediatheken) noch mehr Fernsehprogramme zu empfangen sind. Die sogenannten Internet Link Services (ILS) ermöglichen Nutzern mit HbbTV-fähigen Endgeräten, zusätzliche Fernsehprogramme über das Internet direkt auf den Fernsehbildschirm zu übertragen. ILS-Angebote werden bereits in den Sendegebieten des Bayerischen Rundfunks (BR), Hessischen Rundfunks (HR), des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) und des Westdeutschen Rundfunks (WDR) übertragen.

Welche Fernsehgeräte, Set-Top-Boxen und Antennen für DVB-T2 HD zertifiziert sind, zeigt eine Übersicht auf der Webseite der Deutschen TV-Plattform unter http://www.tv-plattform.de/de/dvb-t2-hd-geraeteliste.

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