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Großes Potenzial für DVB-T 2 HD

19. Juni 2017

Großes Potenzial für DVB-T 2 HD

Ergebnis der gfu Studie: 1,9 Millionen Haushalte wollen zu DVB-T2 HD wechseln

Ende März 2017 wurde die terrestrische Übertragung von TV-Signalen auf hoch auflösende HDTV-Qualität umgestellt. Aus DVB-T wurde in Deutschland DVB-T2 HD. Rund drei Millionen (knapp acht Prozent) der TV-Haushalte in Deutschland waren davon betroffen. Wie haben die Zuschauer reagiert und welche Tendenzen zum Wechsel der Übertragungsart gibt es? Ergebnisse brachte eine repräsentative Studie mit der Befragung von 2.000 Haushalten in Deutschland, die im Mai dieses Jahres von Value_A Marketing Intelligence im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH durchgeführt wurde.

 

Die Umstellung auf DVB-T2 HD wurde von einer breit angelegten Informationskampagne aller Marktteilnehmer vorbereitet und begleitet. Mit Erfolg: Rund 80 Prozent kennen die Bezeichnung für die neue Übertragungsart, so ein Ergebnis der gfu Studie. Im Vergleich zur Anzahl der Haushalte, die über diesen Übertragungsweg versorgt werden, ein sehr hoher Bekanntheitsgrad.

 

Interessant sind die Aussagen der Studienteilnehmer, die ihre TV-Signale entweder vom Satelliten, über das Kabel oder das Internet (IPTV) beziehen, zu den Wechselabsichten: Knapp fünf Prozent gaben an, konkret einen Wechsel zu DVB-T2 HD zu planen. Weitere knapp 19 Prozent ziehen einen Wechsel zu DVB-T2 HD in Betracht, haben sich aber noch nicht entschieden. Hochgerechnet auf die Fernsehhaushalte in Deutschland ergibt dies ein Potenzial von knapp 1,9 Millionen Haushalten, die sich für DVB-T2 HD entschieden haben, oder eventuell noch entscheiden werden.

 

Eine eher geringe Wechselbereitschaft ist zudem weg von der terrestrischen Übertragung festzustellen, wenn in Kürze für den Empfang der privaten Programme eine Gebühr entrichtet werden muss. Dies ist für knapp acht Prozent ein Grund zum Kabelfernsehen zu wechseln, knapp vier Prozent wollen zu Satelliten-TV und weniger als drei Prozent zu IPTV umsteigen. Für etwas mehr als die Hälfte der Zuschauer, die DVB-T 2 HD nutzen, ist der Mehrpreis für die privaten Programme kein Wechselgrund. Rund 35 Prozent der Befragten haben sich noch nicht entschieden.

 

Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu zum Studienergebnis: „Die erfolgreiche Umstellung auf DVB-T2 HD zeigt zweierlei. Neue Technologien müssen den Verbrauchern einerseits umfassend und verständlich nahegebracht werden. Andererseits führen gemeinsame Informationskampagnen aller Marktteilnehmer zum Erfolg und erzeugen Marktpotenziale. Dazu bewähren sich Kooperationen aller an der Wertschöpfungskette beteiligten Player, wie das Beispiel DVB-T2 HD beweist. Darüber hinaus zeigt unsere Studie, dass die Zuschauer durchaus bereit sind, für bessere Bildqualität einen Mehrpreis zu akzeptieren.“

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