Alle News
Audio-Markt weiter im Aufwind

28. Oktober 2015

Audio-Markt weiter im Aufwind

Miss IFA mit Soundbar, (c) Messe Berlin

Die Welt der Audio-Geräte hat sich durch die aktuelle Informationsrevolution eben so stark gewandelt wie viele andere Lebensbereiche. 

Für Konsumenten und Kreative brachte die Digitaltechnik unzählige neue Möglichkeiten, Musik zu geniessen, zu verbreiten und herzustellen. Für die Anbieter von Abspiel- und Wiedergabegeräte dagegen änderte sich alles. 

Das zentrale Gerät für die Musiknutzung ist heute das Smartphone, noch vor PCs, Notebooks und Tablets. Entsprechend umfassend ist heute das Angebot an Consumer Electronics (CE), die das Smartphone mit klangvollen Lautsprechern, angemessener Verstärkerleistung und noch leichterer Verknüpfung mit Heimnetzwerken bereichern. 

Gerade das Einstiegsmodell der heutigen HiFi-Szene, das Smartphone-Dock, verzeichnet im laufenen Jahr (nach Hochrechnungen der gfu) ein Verkaufsplus von satten 42 Prozent; über 2,8 Millionen der praktischen Klein-HiFi-Anlagen wandern dieses Jahr über die Ladentische. 

Noch vor wenigen Jahren gab es diese Gerätegattung noch gar nicht, heute sorgt sie in Deutschland für einen Jahresumsatz von 255 Millionen Euro.

Direkt verwandt und damit heisser Kandidat für die nächste Wachstumsexplosion sind die Netzwerk-Lautsprecher. Kleine, wohlklingende HiFi-Boxen, die vom Musikfreund auch ohne Informatikkenntnisse dazu genutzt werden können, drahtlos Klänge vom Smartphone in die Wohnung zu bringen. 

Vernetzte Musiksysteme (also einschliesslich grösserer Anlagen) versprechen ein noch stärkeres Umsatzplus. So werden 2015 geschätzte 625.000 Geräte verkauft, das sind 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Weil die Konsumenten zu immer leistungsfähigeren Systeme greifen, steigen die Durchschnittspreise, und der Umsatz um 53 Prozent, auf 165 Millionen Euro.

Das Vorurteil, digitale Geräte würden wegen der klangverzerrenden MP3-Kompression schlechter tönen als CDs oder Vinyl, gehört in die Mottenkiste überholter Vorurteile: Hi-Res-Audio in FLAC oder WAV Formaten bietet Auflösungen weit jenseits menschlichen Hörvermögens. Aber auch schon moderne MP3-Encoder mit 320 kbps erzeugen Musikkonserven, die mit blossem Ohr nicht mehr vom Original zu unterscheiden sind.

Damit die Musik auch ohne Tonträger – und ohne massive Festplattenspeicher – immer verfügbar ist, sind Streamingdienste als legitimer Nachfahre des guten alten terrestrischen Radio die ersten Wahl geworden. Anbieter wie Spotify, Rhapsody, Last.fm, Pandora, Soundcloud, Deezer, Simfy oder ab diesem Jahr auch Apple Music liefern die gewünschte Musik direkt und auf „Knopfdruck“ (per Touchbedienung) zum Hörer. 

Schätzungen gehen von bis zu 20 Millionen Musikstreaming-Fans in Deutschland aus - also etwa ein Drittel der Radiohörer in unserem Land. Die Verhältnisse verschieben sich allerdings rasch – schliesslich bietet die digitale Musikwiedergabe einen Komfort, von dem man in der alten, „analogen“ Welt nur träumen konnte.

+ Links:

 

 

 

 

Menu
Ich stimme zu.

Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.  Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung