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X-Mas-Trends 2015: Weihnachten wird digital

10. Dezember 2015

X-Mas-Trends 2015: Weihnachten wird digital

Wir haben es nicht nur irgendwie schon immer geahnt, sondern finden unser Bauchgefühl jetzt auch durch eine Studie der gfu bestätigt: In der Weihnachtszeit wird kräftig Elektronik geshoppt. Knapp neun Milliarden Euro wollen die Bundesbürger anlässlich des diesjährigen Weihnachtsfests für Consumer Electronics ausgeben.

Ganz vorne dabei sind Tablets, noch beliebter ist das Smartphone.

Bei den handlichen Mobilcomputern führt nach wie vor das jeweils neueste Apple iPad die Bestenlisten an, bei den schlauen Handys ist es das Samsung Galaxy S6.

Buchstäblich sportlich aufgeholt haben Fitnessarmbänder. Lifeband, Garmin Vivofit oder etwa Samsung Gear Fit sind alle unter 100 Euro zu haben.

Ebenso viele Bundesbürger allerdings liebäugeln mit einer Spielkonsole wie der Playstation 4 oder Xbox One (beide ab 300 Euro), die - von wenigen Ausnahmen abgesehen - eher die Hand-Auge-Koordination verbessert als die allgemeine Fitness.

Smartwatches sind gern gesehen

Zunehmend kommen in diesem Jahr Smartwatches ins Bild. Überraschend ist hier der Verkaufserfolg der 1400 Euro teuren TAG Heuer Smart Watch – der Hersteller musste die Produktion verdoppeln, um der Nachfrage nachzukommen. Glücklicherweise gibt es Android-betriebene smarte Armbanduhren auch schon im zweistelligen Preissektor.

Auch E-Reader stehen hoch im Kurs – Dauerbrenner sind hier die Modelle der Kindle- und Tolino-Reihe. Erstere vom Lesestoff-Weltmarktführer Amazon, letztere eine Frucht der Zusammenarbeit von Bertelsmann, Hugendubel, Thalia, Weltbild und der Deutschen Telekom.

Trend geht zum UHD-Fernseher

Der Heimkino- und TV-Bereich wird nach Expertenansicht weniger Umsatz machen als im Vorjahr, allerdings geht hier der Trend zum höherwertigen UHD-TV (4K) und größeren Bildschirmen, ergänzt um Soundbars und Blu-Ray-/DVD-Player.

Reine Digitalkameras haben inzwischen einen schweren Stand gegen immer schärfere Bilder aus dem Handy. Allerdings konten sich Action-Kameras mit wasser- und sturzsicheren Gehäusen einen festen Platz unter dem Baum erobern. Hier dominieren Sony FDR-X1000V, Panasonic HX-A500 und GoPro HERO4 Black.

Ja, und auch die schon lange beliebten Gutscheine werden immer digitaler: Online-Shops, Streaming-Dienste und Prepaid-Karten sind für ein Drittel der Bundesbevölkerung als Weihnachtsgeschenk eingeplant. Knapp darüber liegt die Beliebtheit von Computer- und Videospielen als Weihnachtsgabe.

Dagegen schmilzt das Interesse an Filmen auf DVD und Blu-Ray oder Musik-CDs. Gegen den Trend entwickeln sich dabei Hörbücher auf CD, die inzwischen genauso viel Freude (quantitativ) bereiten wie Alben aus dem Rock- oder Popbereich.

8,6 Mrd Euro für Consumer Electronics

91 Prozent der Deutschen wollen zu Weihnachten Freunde, Familie und Verwandte mit einem Geschenk beglücken - dafür werden sie durchschnittlich 274 Euro ausgeben, wie uns die GfK verrät. Insgesamt werden im Weihnachtsquartal nach Zahlen der gfu für 8,6 Milliarden Euro Consumer Electronics gekauft.

Für den Einzelhandel wird das Jahresendfest besonders interessant, bleiben doch die Schnäppchen und Angebote bis zum 24sten Dezember in den Regalen und können daher noch kurz vor Torschluss mitgenommen werden.

Die Branche erwartet in diesem Jahr und einschließlich der Jahresendsaison allein 9,4 Milliarden Euro Umsatz mit Smartphones und 1,6 Milliarden mit Tablets. Kein Wunder, haben die Allzweck-Telefone heute doch verwandte Gerätegattungen wie MP3-Player oder Einsteiger-Digitalkamera an den ökonomischen Rand gedrängt.

Im Verhältnis dazu wird das „klassische“ Weihnachtsgeschenk Buch (die „alte“ Technologie, aus bedrucktem Papier) erstmals auf ein Weihnachtsvolumen von unter einer Milliarde Euro fallen (977 Mio. €).

Als nicht rein unterhaltsame elektronische Geschenkidee platziert sich übrigens der Kaffeevollautomat ganz vorne. Dass es die Geschirrspülmaschine ist - und sei sie noch so schön, hätte wohl auch keiner erwartet. Die geht ja auch zu Ostern.

In der Wintersaison wird eben etwas Kleineres, Persönliches durchaus lieber genommen.

 

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