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Vernetzte Gesundheit: Pro und Kontra halten sich die Waage

20. September 2018

Vernetzte Gesundheit: Pro und Kontra halten sich die Waage

Ergebnisse der gfu-Studie 2018

Bessere Behandlungsmöglichkeiten, Kostenreduzierung, der Kontakt zwischen Arzt und Patient sowie Datenschutz waren die Themen aus dem Bereich vernetzte Gesundheit im Rahmen einer repräsentativen Studie*, die im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH durchgeführt wurde. Die Befragten haben dazu unterschiedliche Meinungen, wobei sich Pro und Kontra die Waage halten.

 

„Telemedizin ist begrüßenswert, weil sie zu weniger Einschränkungen für chronisch kranke Patienten führt." Diese Einschätzung teilen 39 Prozent der Befragten. Männliche Studienteilnehmer sind dabei mit 41 Prozent positiver eingestellt als weibliche mit 37 Prozent.

„Um Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren, ist es notwendig, langfristig kostengünstigere Lösungen, wie z.B. die Telemedizin weiter zu entwickeln.“ Dieser These stimmen 37 Prozent zu. Auch hier sehen männliche Befragte die Thematik mit 41 Prozent positiver als die weiblichen mit 34 Prozent.

Insgesamt die Hälfte der Studienteilnehmer teilt die Befürchtung: „Die Entwicklung zur Telemedizin ist eher negativ zu sehen, weil der persönliche und direkte Kontakt zwischen Arzt und Patienten verloren geht.“ Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Die Frage nach der Datensicherheit entzweit die Befragten ebenfalls. Knapp 51 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu: „Die Vorstellung der Datenübertragung über eine Online-Verbindung finde ich beunruhigend, weil man nicht ausschließen kann, dass unbefugte Dritte meine Daten verwenden könnten.“ Auch hier gibt es keine Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Studienteilnehmern.

 

Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, bemerkt dazu: „Die Beurteilung der Vor- und Nachteile der Telemedizin hält sich aktuell die Waage, wie die Ergebnisse unserer Studie* auch belegen. Dabei hat die Technologie der vernetzten Gesundheit in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, die beispielsweise in verschiedenen Projekten bereits den Patienten in dünn besiedelten Regionen zu Gute kommen.“

 

So wurde auch auf der IFA, der weltweit bedeutendsten Messe für Consumer Electronics und Home Appliances, von 31. August bis 5. September 2018 in Berlin, auch wieder eine Vielzahl an innovativen Geräten und Lösungen präsentiert. Zu den spannendsten IFA-Neuheiten rund um die digitale Gesundheit gehörten zum Beispiel Lösungen zur Förderung eines tiefen, erholsamen Nachtschlafs, Systeme zur Luftreinigung, die auch Allergikern das Leben erleichtern und Aufbereitungssysteme, die Schwermetalle, hormonartig wirkende Stoffe und Spuren von Medikamenten restlos aus dem Trinkwasser entfernen. Zu den weiteren Highlights zählten Wearables, als in die Kleidung eingearbeitete Sensoren, die zum Beispiel Herz- und Kreislauffunktionen überwachen oder Daten für Trainingsprogramme liefern können.

Mit Chancen und Risiken digitaler Gesundheitssysteme setzte sich zudem eine Reihe von Fachvorträgen und Diskussionsrunden auf den Bühnen des Innovationshub IFA NEXT auseinander – darunter der Startup-Tag „Digital Health“ des Bundesverbands Deutscher Start-ups. Auch das Thema Datensicherheit kam in den Diskussionsrunden zur Sprache. Die gute Nachricht für Skeptiker: Viele der neuen Lösungen für digitale Gesundheit funktionieren auch offline, schließen also von vornherein die Gefahr aus, unerwünschten Datensammlern Informationen zur Verfügung zu stellen. Eine weitere IFA-NEXT-Botschaft: Sicherheit vor unbefugtem Zugriff auf persönliche Daten im Netz können zudem Blockchain-Technologien bieten, die bereits in großen Organisationen des Gesundheitswesens erprobt werden.

 

* Repräsentative Online-Befragung von 2.000 Haushalten im Mai 2018, durchgeführt von Value_A Marketing Intelligence im Auftrag der gfu.

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